Steffis Rattenbande
  Das tägliche Leben des Rinderquartetts
 

Das tägliche Leben des Rinderquartetts

Was treiben die Muhs eigentlich jeden Tag? Wie und wo verbringen sie die warmen Sommertage und die kalten Wintertage?

Foto:  Milo, Amigo, Dunja und Anna grasen - Oktober 2007.

Den Sommer verbringen Anna, Dunja, Amigo und Milo auf unserer Pachtwiese, wo sie sich den Bauch mit Gras vollschlagen können.
Wir fahren jeden Tag zur Wiese um nach ihnen zu sehen, sie zu bürsten und ihnen Wasser nachzufüllen.

Foto: Anna und die Kälber Amigo und Milo im Sommer 2007.


Foto: Anna (links) und Dunja grasen - Sommer 2007.

Es kann natürlich passieren, dass die Wiesen überschwemmen, da sie direkt an der Oker liegen. Im Sommer 2007 mussten wir die Muhs deswegen zweimal evakuieren!
Unsere kleine "Evakuierungswiese" ist ganz in der Nähe der Sommerwiesen, liegt aber außerhalb der "Gefahrenzone". Dort warten die Rinder dann, bis das Wasser weg ist und werden von uns dann wieder auf die Sommerwiese gebracht.

Im Herbst, wenn die Weidesaison dann zuende geht, bringen wir die Muhs auch erstmal auf die "Evakuierungswiese".
Dann wird auf der Sommerwiese der E-Zaun abgebaut und auf unserer kleinen, gepachteten Winterwiese - die praktischerweise vor unserem Haus liegt^^ - wieder aufgebaut.

Die Rinder werden derweilen auch schon zugefüttert, da die "Evakuierungs/Übergangswiese" sehr klein ist und schon nach zwei Tagen abgegrast ist. Dann bekommen die Muhs Heu und Silage zugefüttert. Sie haben hier auch einen kleinen Unterstand, den wir mit Stroh ausstreuen.

Irgendwann bringen wir sie dann auf die Winterwiese, die nur 3km entfernt liegt. Im Oktober 2007 haben wir die Vier durchs Dorf zur Winterwiese geführt, da die Jungs auch noch klein waren. Später liehen wir uns dann immer einen Viehwagen und brachten die Rinder so sicher zur anderen Wiese.

Auf der Winterwiese haben die Vier einen großen Unterstand, der dick mit Stroh ausgestreut wird. Nachts, wenn es kälter wird und manchmal auch bei Regen, stellen sie sich hier unter oder legen sich ins Stroh und wiederkäuen.

Foto: Dunja und Anna in ihrem ersten Unterstand - Herbst 2007.

Jeden Tag entfernen wir die Kuhfladen im Unterstand und alle paar Tage auch von der Wiese (hierzu benötigt man tatsächlich einen Schneeschieber und eine Schaufel.^^)  Wenn der Misthaufenplatz voll ist, holt ein Landwirt den gesamten Mist ab, um damit Felder zu düngen.
Wir müssen natürlich des Öfteren Strohballen ranschaffen, da wir fast jeden Tag neu eintreuen müssen.

Wenn schließlich auch die Winterwiese abgefressen ist, bekommen die Rinder Heu oder Silage zugefüttert.
Im Winter 2007/2008 - unserem ersten Winter mit dem Quartett - haben wir ihnen immer Heu-Rundballen und später Silageballen, die von den Landwirten gebracht wurden, auf die Wiese gestellt, sodass sich die vier Vielfraße selbst bedienen konnten.
Die Rinder fressen allerdings ziemlich "verschwenderisch" und alles, was daneben ging, mussten wir dann in mühseliger Arbeit mit Mistgabeln und der Schubkarre entfernen. Wo wir meist Stunden für brauchen, das meistert ein Trecker in ein paar Minuten.^^

Foto: Anna und Dunja fressen Silage - Frühjahr 2008.

Das kalte Wetter macht den Rindern übrigens nichts aus - alle bekommen dichtes Winterfell. Außerdem mögen Rinder sowieso eher die kalten Temperaturen.

Foto: Milo mit dickem Winterfell - Winter 2007.

Foto: Milos langes Winterfell.

Foto: Amigo und Anna im Schnee - Januar 2008.

Wenn es dann im Frühjahr langsam wieder wärmer wird, fängt auch das Gras an zu sprießen und man merkt den Vieren an, dass sie nun endlich wieder Gras essen wollen.

Zuerst kommen die Vier dann im Frühling wieder auf die "Evakuierungs/Übergangswiese", wo sie natürlich auch noch Heu zugefüttert bekommen.
Sobald die große Sommerwiese dann trocken genug ist und das Gras schön hochgewachsen ist, zäunen wir diese wieder mit E-Zaun ein und bringen die Rinder dorthin.
Dort können sie nun wieder Unmengen von leckerem Gras vernichten und sich die Sonne auf die Kuhhaut scheinen lassen.

Foto: Dunja und Anna grasen - Sommer 2008.

Foto: Amigo und Milo grasen - Sommer 2008.

Im Winter 2008 / 2009 bauten wir den Vieren dann einen besseren, stabileren und größeren Unterstand, wo der Wind nicht mehr so durchzog. Auch das Dach wurde stabiler gestaltet, da Plane sich nicht als Dachabdeckung eignet.

Achtung Neu: Wir haben nun eine Homepage über unser Rinderquartett 
Anna, Dunja, Amigo 
und Milo: www.rinderquartett.de 


 
   
 
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